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DHB-Frauen unterliegen Weltmeister Frankreich knapp

Zum Auftakt der e-Boks Challenge in Dänemark musste die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich eine knappe 25:26 (12:12)-Niederlage hinnehmen. Beste deutsche Werferin war vor 1.000 Zuschauern die in Dänemark spielende Grit Jurack mit sieben Toren, Kathrin Blacha (Nürnberg) traf fünf Mal. Im zweiten Turnierspiel des Tages besiegte Dänemark I die zweite Auswahl des Landes mit 27:25 (14:11). Am Samstag trifft die deutsche Mannschaft auf Olympiasieger Dänemark (I).



Kathrin Blacha: Fünf Tore für Deutschland


dpa (19.11.2004) (Björn Pazen) und Timo Hölscher

Die DHB-Auswahl, für die das Turnier ein Härtetest vor der Europameisterschaft im Dezember in Ungarn ist, hatte den besseren Start und lag nach 24 Minuten mit 10:7 in Führung. Durch leichtfertige Fehler verspielte sie den Vorsprung aber bis zur Pause. Nach dem Wechsel lag Deutschland beim 16:14 noch einmal in Front, erzielte dann aber zehn Minuten keinen Treffer mehr. Frankreich zog auf 22:16 davon. Doch dank Jurack und Blacha kam das Team noch einmal heran und ging mit 24:23 (58.) in Führung. In einer hochspannenden Schlussphase legte Frankreich nochmals vor. Hoffmann riskierte alles und brachte in den letzten 30 Sekunden eine siebte Feldspielerin. Zehn Sekunden vor dem Abpfiff traf die Leipzigerin Milica Danilovic aber nur die Latte.


Alex Gräfer mit einer Parade ( www.pressefoto-heuberger.de)


e Boks Challenge in Haderslev, Idraetscenter:

Freitag, 19.11.2004:
Frankreich - Deutschland 26 : 25 (12:12)
Dänemark I - Dänemark II 27 : 25 (14:11)

Frankreich - Deutschland 26 : 25 (12:12)

Frankreich:

Pecquex-Rolland 7, Lejeune 5/4, Baudoin 3, Fiossonangaye 3/2, Signate 2, Vogein 2, Herbrecht 2, Vanparys 1, Guehl 1

Deutschland:
Gräfer (DJK/MJC Trier), Woltering (Bayer Leverkusen)
Härdter (BVB Dortmund) 1, Jurack (Viborg) 7/1, Harke (VfL Oldenburg) 2, Erfmann (VfL Oldenburg) 2/2, Wörz (HC Leipzig), Henze (Buxtehuder SV) 1, Pietzsch (HC Leipzig), Blacha (1. FC Nürnberg) 5, Neuendorf (FHC Frankfurt/Oder) 1, Danilovic (HC Leipzig) 2, Schmidt (VfL Oldenburg) 4/1, Melbeck (Buxtehuder SV), Althaus (DJK/MJC Trier)

Zuschauer: 1.000
Strafminuten: 8 / 12

 

Zweite Niederlage für DHB-Frauen: 28:30 gegen Olympiasieger Dänemark

Zweites Spiel, zweite knappe Niederlage: Beim Vierländer-Turnier in Dänemark unterlag die deutsche Frauen-Handball-Nationalmannschaft gegen Gastgeber und Olympiasieger Dänemark am Samstag mit 28:30 (10:13). Am Freitag hatte die DHB-Truppe gegen Weltmeister Frankreich im drittletzten Test vor der Europameisterschaft in Ungarn (9. bis 19. Dezember) 25:26 verloren. Gegen Dänemark war Grit Jurack mit fünf Treffern beste deutsche Torschützin. Daneben boten die Torhüterinnen Clara Woltering und Alexandra Gräfer eine starke Vorstellung. Bei Dänemark traf Henriette Mikkelsen fünf Mal.



Legionärin Grit Jurack war wieder einmal erfolgreichste Werferin


(20.11.2004) - Jule Brygg

Die DHB-Mannschaft hatte vor 4000 Zuschauern im voll besetzten Forum in Horsens stark begonnen und aufbauend auf einer soliden Defensive bis zur 20. Minute vorne gelegen. Vor allem Milica Danilovic (Leipzig) sorgte anfangs für Tore, während Grit Jurack (Viborg/Dänemark) gut abgeschirmt war. Auch die Kreisanspiele von Danilovic auf Anja Althaus und Nina Wörz passten.

Nach dem 10:9 leisteten sich Kapitänin Heike Schmidt & Co. allerdings wieder einen Durchhänger wie schon gestern beim Auftakt des "e-boks-Challenge" (25:26 gegen Frankreich). Im Angriff wurden zu viele Bälle vergeben, Dänemark drückte aufs Tempo und bestrafte die Fehler eiskalt. Am Ende der ersten Hälfte hatte Deutschland es vorrangig der erneut starken Torfrau Clara Woltering (Leverkusen) zu verdanken, dass es zur Pause "nur" 13:10 für Dänemark stand.

Ekke Hoffmann hatte erneut das Torhüterduo Woltering/Alexandra Gräfer (Trier) aufgeboten, da Sabine Englert an einer Nagelbett-Entzündung laboriert. Sie wird morgen (14.15 Uhr) gegen Dänemark B aber auflaufen können - im Gegensatz zu Stefanie Melbeck, die gegen Frankreich einen schmerzhaften Schlag ins Gesicht erhielt und unter erheblichen Nackenproblemen leidet. "Sie wird in Dänemark nicht mehr spielen können", so Bundestrainer Ekke Hoffmann.

Nach der Pause verschärfte der Olympiasieger zunächst das Tempo und baute die Führung auf 18:13 (35.) und 21:15 (39.) aus. Aber wie gegen Frankreich, als ein Sechs-Tore-Rückstand egalisiert wurde, gab sich der WM-Zwölfte des Vorjahres nicht geschlagen. Torfrau Alexandra Gräfer leitete mit ihren insgesamt 15 Paraden nach dem Wechsel die Aufholjagd ein, im Angriff sorgten vor allem Heike Schmidt, Marion Erfmann (beide Oldenburg) sowie Kathrin Blacha (Nürnberg) für die Tore in dieser Phase. Doch beim 23:22 (50.) fing sich der Olympiasieger wieder und hielt einen Zwei- bis Drei-Tore-Vorsprung bis zum Ende.

Im ersten Spiel des Tages hatte überraschend Dänemarks B-Team, das für Serbien-Montenegro (kurzfristige Absage) ins Turnier gerutscht war, Weltmeister Frankreich mit 26:17 (11:11) geschlagen. Die EM in Ungarn beginnt für Deutschland mit der Partie gegen Dänemark. Weitere Vorrundengegner sind Rumänien und Schweden.

Deutschland - Dänemark A 28 : 30 (10:13)

Deutschland:
Gräfer, Woltering
Härdter (1), Jurack (5), Harke (2), Erfmann (4/2), Wörz (2), Henze (2), Pietzsch (1), Blacha (3), Neuendorf, Danilovic (3), Schmidt (3), Althaus (2)

Dänemark A:
Norgaard, Mortensen
Skov (4), Mikkelsen (5/2), Petersen (2), Nielsen, Hörlykke (3), Thomsen (1), Brödsgaard (3), Sjöberg (3), Danielsen (3), Knudsen , Tobiasen (3), Mölgaard (4/2)

Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Shal / Stehura (UKR)
Strafminuten: 6 / 2
Siebenmeter: 4/2 - 4/3

Beste Spielerinnen: Gräfer, Woltering - Norgaard, Mikkelsen

Dänemark B - Frankreich 26 : 17 (11:11)

Dänemark B:
Ditte Andersen 6, Anette Bonde Christensen 5, Jane Wangsøe og Anja Kristensen 3, Kathrine Munch, Sarah Hansen, Mia Falk og Christina Kørup Pedersen 2, Lene Lund Larsen 1

 

DHB-Frauen mit dritter Niederlage in Dänemark

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat zum Abschluss des Vier-Länderturniers in Dänemark ihre dritte Niederlage im dritten Spiel kassiert und beendet das Turnier somit als punktloser Letzter. Gegen die B-Auswahl des Gastgebers unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Ekke Hoffmann am Sonntag vor 2.500 Zuschauern in Arhus mit 24:25 (13:12). Erfolgreichste deutsche Torschützin war Milica Danilovic mit sechs Treffern.



Milica Danilovic traf heute sechsmal


(21.11.2004) Jule Brygg und Gerd Heizmann (dpa) - Arhus

Die ersten beiden Partien hatte die Mannschaft des Deutschen Handball-Bunds (DHB) am Freitag mit 25:26 gegen Weltmeister Frankreich und am Samstag mit 28:30 gegen Olympiasieger Dänemark ebenso knapp verloren. Dennoch zog Hoffmann eine positive Bilanz: "Wir haben uns weiter entwickelt. Das mache ich nicht an den Ergebnissen fest. Dafür haben wir zu viel getestet." Das Turnier war der drittletzte Test vor der Europameisterschaft in Ungarn (9. bis 19. Dezember). Dort trifft Deutschland in der Vorrunde auf Dänemark, Rumänien und Schweden.

Die Partie gegen Dänemark B nahm in der ersten Hälfte einen ähnlichen Verlauf wie das Frankreich-Spiel. In den ersten zehn Minuten leistete sich Deutschland bereits sieben Fehlwürfe, scheiterte immer wieder an Torfrau Louise Norgaard. Da aber auch das B-Team des Gastgebers zahlreiche Chancen ungenutzt ließ, konnte sich keine Mannschaft absetzen. Ab der 20. Minute legte die DHB-Mannschaft zu, Torhüterin Alexandra Gräfer steigerte sich und im Angriff gab es einige sehenswerte Kombinationen. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff lag Deutschland erstmals mit vier Toren (13:9) in Front, doch drei unnötige Ballverluste und Fehlwürfe nutzten die Gastgeberinnen, um mit drei Tempogegenstößen auf 12:13 zu verkürzen.

Nach der Pause mischte Bundestrainer Ekke Hoffmann seine Mannschaft komplett neu. Aber das frische Blut brachte nicht den erhofften frischen Wind: Erneut wurden zahlreiche freie Bälle nicht im Tor untergebracht. Beflügelt von den Zuschauern ging Dänemark wieder in Führung, lag beim 22:17 (48.) erstmals mit fünf Toren Differenz in Front. Während die deutsche Abwehr um die starke eingewechselte Torfrau Clara Woltering solide stand, gelang in der Offensive außer Einzelaktionen kaum noch etwas Zählbares. Aber dann folgte der Schluss-Spurt: Zwei Minuten vor dem Abpfiff hieß es noch 24:21, 40 Sekunden vor dem Ende hatte Deutschland auf 23:24 verkürzt. Doch Kristina Bille sicherte ihrem Team den Sieg, das 24:25 von Danilovic war nur noch Kosmetik.

«Unsere Torwartleistungen haben sich auf hohem Niveau stabilisiert», lobte der Bundestrainer. Er sah aber auch die Defizite, an denen bis zur EM noch gearbeitet werden muss. «Wir leisteten uns in jedem Spiel eine schwache Phase. Das müssen wir abstellen. Denn auf internationalem Parkett werden diese Fehler sofort bestraft», erklärte Hoffmann. Der Bundestrainer versammelt seine Spielerinnen bereits am Dienstag zum nächsten Lehrgang. Von Freitag an spielt Deutschland dann bei einem Vierländer-Turnier in Rumänien. Dann wird auch Spielmacherin Maren Baumbach (Trier) wieder mit von der Partie sein, die in Dänemark wegen einer Schulterverletzung fehlte. Der letzte Test vor der Europameisterschaft sind dann zwei Länderspiele am 3. und 4. Dezember gegen Serbien-Montenegro in Darmstadt und in Tauberbischofsheim.

Deutschland - Dänemark B 24 : 25 (13:12)

Deutschland:

Gräfer, Woltering
Härdter (1), Jurack (2), Harke (1), Erfmann (3/1), Wörz, Henze (2), Pietzsch (1), Blacha (1), Neuendorf, Danilovic (6/3), Schmidt (1), Althaus (3), Melbeck (3)

Dänemark B:
Norgaard, Höjmark
Bonde (2), Wangsoe (1), Bille (5), Falk, Anja Kristensen (2), Berit Kristensen (1), Krogshede, Hansen (1), Munk (2), Lund (1), Pedersen, Thomsen (1), Andersen (9/6)

Siebenmeter: 5/4 ; 6/6
Strafminuten: keine ; 4
Schiedsrichter: Olesen/Pedersen (Dänemark)
Zuschauer: 2.500

Beste Spielerinnen: Gräfer, Woltering, Danilovic/Norgaard, Andersen

Ergebnisse und Tabelle e Boks-Challenge Frauen
in Haderslev, Horsens und Arhus:


Freitag, 19.11.2004:

Frankreich   - Deutschland  26 : 25 (12:12)

Dänemark     - Dänemark B   27 : 25 (14:11)

 

Samstag, 20.11.2004:

Dänemark B   - Frankreich   26 : 17 (11:11)

Dänemark     - Deutschland  30 : 28 (13:10)

 

Sonntag, 21.11.2004:

Deutschland  - Dänemark B   24 : 25 (13:12)

Dänemark     - Frankreich   20 : 18 (10:10)

 

 

1. Dänemark      3  3 0 0  77:71  6 : 0

2. Dänemark B    3  2 0 1  76:68  4 : 2

3. Frankreich    3  1 0 2  61:71  2 : 4

4. Deutschland   3  0 0 3  77:81  0 : 6

 

Deutsche Auswahl qualifiziert sich für die EM

Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen hat es geschafft! Dank eines 29:24-(16:16)-Erfolges im Rückspiel der Play-Offs gegen das mazedonische Team haben sich die DHB-Frauen für die Europameisterschaft 2004 in Ungarn qualifiziert. In der Stadionsporthalle Hannover konnte sich die Truppe von Ekke Hoffmann erst in der Schlussphase der spannenden Begegnung gegen den erwartet unangenehmen Gegner entscheidend absetzen und die knappe Hinspielniederlage am Ende erfolgreich ausgleichen. Beste Werferin im zweiten EM-Qualifikationsspiel war vor 1.940 Zuschauern die Leipzigerin Grit Jurack mit zwölf Toren, darunter sieben Siebenmeter. Nach einem guten Start des deutschen Teams verbunden mit einer 2:0-Führung bekam die Mannschaft von Trainer Ekke Hoffmann zunehmend mehr Probleme gegen die robusten Mazedonierinnen. In der Abwehr taten sich viele Lücken auf, die die Gegenspielerinnen immer wieder zu Toren nutzten. Nach sieben Minuten lag Mazedonien dann mit 3:2 vorn. Aber auch im Angriff tat sich Deutschland schwer gegen die offensive Deckung der Gäste. Die Rückraumspielerinnen wurden früh attackiert, am Kreis und von außen kam zu wenig. Zahlreiche Siebenmeter hielten das deutsche Team aber weiter im Spiel. Mazedonien musste auf seine Dänemark-Legionärin Valentina Radulovic verzichten, die sich im Hinspiel verletzt hatte. Trotzdem spielte der Gast stark, besonders die beiden Rückraumspielerinnen Olga Bujanova und Klara Boeva waren kaum zu halten. Dennoch sah es nach 18 Minuten nach einer beruhigenden 10:7-Führung für die Deutschen aus, doch der Faden sollte schnell wieder reißen. Bereits sieben Minuten später lagen die Gäste wieder vorn (11:12). Die im Hinspiel verletzte Maren Baumbach wurde nun eingewechselt, konnte dem Spiel aber nicht ihren Stempel aufdrücken. Einzig von Grit Jurack, die schon bis zur Pause neun Tore erzielt hatte, ging Gefahr aus. Beim 16:16-Pausenstand war für beide Teams noch alles drin. Nach dem Seitenwechsel gab es zunächst das gleiche Bild: Während das deutsche Team weiter viele klare Torchancen vergab, nutzte Mazedonien die zahlreichen (Abspiel- und Fang-)Fehler des Gastgebers eiskalt aus. Beim Spielstand von 20:21 (42.) deutete vieles auf eine Sensation hin. Doch jetzt endlich stand die deutsche Deckung sicherer, die in den letzten 18 Minuten nur noch drei Gegentreffer hinnehmen musste. Bei den Mazedonierinnen ließen langsam die Kräfte nach und gegen die nun offensivere Abwehr der Deutschen hatte der Gast mehr Probleme als zuvor. Das deutsche Team hingegen blieb neun Minuten ohne Gegentreffer und setzte sich vorentscheidend auf 24:21 ab. Dabei behielt die Leipzigerin Grit Jurack in einer äußerst hektischen und kampfbetonten Partie stets den Überblick, so dass sich Deutschland in den letzten zehn Minuten weiter entscheidend absetzen konnte. Mazedonien blieb aber bis zum Schluss ein gleichwertiger Gegner, das in Gordana Nacevska zudem eine gute Torhüterin hatte. Neben Jurack gefiel beim DHB-Team noch Torfrau Alexandra Gräfer, die in der zweiten Halbzeit einige freie Würfe abwehren konnte.

Stimmen:

Ekke Hoffmann, Deutschland:
Wir haben uns heute schwerer getan als nötig. Unser Hauptproblem waren die vielen vergebenen hundertprozentigen Torchancen. Dadurch ist der Druck immer mehr gestiegen. Unsere defensive Abwehr in der ersten Hälfte hat die Erwartungen nicht erfüllt. In der Halbzeitpause haben wir auf eine offensivere Deckung umgestellt, was besser geklappt hat. Positiv war, dass meine Mannschaft bis zum Schluss gekämpft hat und an den Sieg geglaubt hat.

Heike Schmidt, Kapitän Deutschland:
Wir sind durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Wir haben uns lange schwer getan, uns einmal auf zwei bis drei Tore abzusetzen. Erst ab Mitte der zweiten Halbzeit konnten wir ruhiger spielen. Wir sind natürlich sehr glücklich die Qualifikation geschafft zu haben und ich denke, dass wir letztlich auch verdient gewonnen haben.

Vladcmir Radic, Co-Trainer Mazedoniens:
Es war ein hartes Match für beide Mannschaften. Das deutsche Team hatte letztlich die bessere Deckung. Wir hatten uns zu sehr auf Jurack konzentriert und haben daher zu viele Siebenmeter gegen uns bekommen.

Playoff-Rückspiel zur EM 2004 der Frauen:

Deutschland - Mazedonien 29 : 24 (16:16)
Hinspiel: 22:23

Deutschland:
Sabine Englert (8 Paraden), Alexandra Gräfer (6 P., ab 31. und bei 1 7m)
Nadine Härdter (1), Grit Jurack (12/7), Daniela Harke (n.e.), Maren Baumbach (3), Susanne Henze (3), Nikola Pietzsch (2), Nadine Krause, Kathrin Blacha, Marion Erfmann (n.e.), Heike Schmidt (6/3), Stefanie Melbeck (2), Anja Althaus

Mazedonien:
Olga Kolesnik (ab 56. und bei 4 7m, 5 P.), Gordana Naceva (14 P.)
Natasa Kocevska (n.e.), Anzela Platon-Dimovska (1), Robertina Mecevska, Olga Bujanova (7/4), Mirjana Cupic (2), Daniela Noveska (1), Larisa Ferzalieva (1), Mirijela Bajramovska, Natalija Todorovska (2), Klara Boeva (7), Mileva Velkova (3)

Siebenmeter: 11/10 ; 5/4
Strafminuten: 6 ; 12
Schiedsrichter: Cohen / Peretz (Israel)
Zuschauer: 1.940

Spielfilm:
2:0 (3.), 2:3 (7.), 5:4 (13.), 7:5 (15.), 10:7 (18.), 11:9 (21.), 11:12 (25.), 14:14 (28.), 16:16 (Hz)
18:18 (36.), 20:21 (42.), 24:21 (50.), 27:22 (56.), 29:24 (Es)

Beste: Jurack, Gräfer (2.Hz) - Boeva, Naceva, Bujanova (1.Hz)

 

 

 

Deutschland nach knapper Niederlage mit guter Ausgangsposition

Die deutsche Frauennationalmannschaft zeigte im heutigen Play-Off Spiel für die EM 2004 in Ungarn eine ansprechende Leistung und konnte sich durch eine knappe 22:23-Niederlage eine gute Position für das Rückspiel sichern, zur Halbzeit führte Deutschland sogar mit 14:12. Am kommenden Samstag kann das Team von Ekke Hoffmann mit einem Sieg im Rückspiel in Hannover das Ticket für die im Dezember in Ungarn stattfindende EM sichern. Beste Werferin im DHB-Team war die Leipzigerin Grit Jurack (5/3).
Die deutsche Auswahl zeigte sich zunächst unbeeindruckt von der hitzigen Atmosphäre in Skopje. 2.000 Zuschauer peitschten den Gastgeber nach vorne und pfiffen bei jedem Angriff des deutschen Teams. Mit 1:0 ging die Mannschaft von Ekke Hoffmann in Führung und sollte diese in der ersten Halbzeit auch nicht abgeben. Die Anfangsformation, Englert, Härdter, Krause, Pietzsch, Jurack, Henze und Blacha zeigte sich insbesondere in der Defensive konzentriert und konnte sich zwischenzeitlich sogar auf drei Tore absetzen. Die Mazedonierinnen ließen sich aber nicht abschütteln und glichen kurz vor der Halbzeit aus, bevor Henze und Blacha für den 14:12-Halbzeitstand sorgten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts folgte dann ein kollektiver Blackout des deutschen Teams. Neun Minuten dauerte es bevor Nadine Krause, die zuvor wie auch Grit Jurack einen Siebenmeter vergeben hatte, den ersten Treffer im zweiten Abschnitt markierte. Unterdessen waren die Gastgeberinnen durch fünf Treffer in Folge auf 17:14 davongezogen. Bei Mazedonien überzeugte insbesondere die für Kometal Skopje spielende Olga Bujanova, die insgesamt zehnmal traf. Auf der Gegenseite tat sich die deutsche Auswahl, die sich in der Defensive nun wieder gefunden hatte, in der Offensive weiterhin schwer. Selbst aus den zahlreichen Überzahlsituationen konnte der Gast kein Kapital schlagen. Gegen die hart deckenden Mazedonierinnen fehlte es an spielerischen Akzenten.

Doch die deutsche Auswahl überzeugte kämpferisch und stellte mit einem Doppelschlag zehn Minuten vor Spielende beim 20:21 den Anschluß wieder her. Der Ausgleich blieb der deutschen Auswahl in der Schlußphase aber verwehrt. Die Mazedonierinnen legten jeweils einen weiteren Treffer vor und so ging es mit einem 23:22 in die Schlußminute, in der das DHB-Team noch einmal in Ballbesitz kam. Allerdings gelang es nicht sich noch einmal eine Wurfgelegenheit zu erspielen und auch der direkte Freiwurf von Heike Schmidt fand nicht den Weg ins gegnerische Tor. Trotz der knappen Niederlage stehen die Chancen der deutschen Auswahl für das Rückspiel in Hannover gut, mit einem Heimsieg kann das Ticket für die EM in Ungarn buchen.

Mazedonien - Deutschland 23 : 22 (12:14)

Mazedonien:
Olga Kolesnik, Gordana Naceva
Natasa Kocevska, Anzela Platon Dimovska (1), Robertina Mecevska, Olga Bujanova (10/5), Mirjana Cupic, Valentina Radulovic (1), Daniela Noveska, Larisa Ferzalieva (2), Zora Nasevska, Natalija Todorovska (4), Klara Boeva (3), Mileva Velkova (2)

Deutschland:
Sabine Englert, Clara Woltering
Nadine Härdter (4), Grit Jurack (5/3), Daniela Harke, Nina Wörz, Susanne Henze (2), Nikola Pietzsch (2), Nadine Krause (4), Kathrin Blacha (3), Marion Erfmann, Heike Schmidt (2/1), Stefanie Melbeck, Anja Althaus

Zuschauer: 2.000
Schiedsrichter: Fernandez Pineiro / Permuy Villanueva (ESP)
Strafminuten: 18 / 4

HC Leipzig VfL Oldenburg
44 29

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Spieldaten
Datum: 17. April 2004
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Spielstätte: ARENA Leipzig (Leipzig)
Zuschauer: 1.940
Zeitstrafen: HCL: 1 x 2 min, VfL: 3 x 2 min
Siebenmeter: HCL: 7/6, VfL: 3/3
Schiedsrichter: Klaus Pioro und Ralph Strick (Felsberg-Heßlar / Erkelenz)
Multimedia: In der Galerie findet Ihr 54 Fotos und 5 Videos vom Spiel!
Aufstellung und Tore Leipzig: 22 Tone Woelner
16 Henrike Milde
3 Gerd-Elin Albert 2
4 Grit Jurack 9/3
5 Anne Ulbricht 2
6 Katharina Heinz 3
7 Nina Wörz 2
8 Nikola Pietzsch 2
9 Doreen Geheb 8
10 Milica Danilovic 5/2
15 Ingrida Radzeviciute 2
18 Katja Langkeit 1
20 Else-Marthe Soerlie-Lybekk 8/1
Trainer: Jochen Holz
Aufstellung und Tore Oldenburg: 16 Heike Zoronow
12 Stefanie Kreft
2 Olesija Nürnberg 1
4 Marion Erfmann 6
5 Daniela Harke 1
6 HeikeSchmidt 5
7 Marcela Fecova 2
8 Nicola Scholl
9 Jana Oborilova 5
10 Nina Hess 1
11 Grigoria Gkolia 6/3
14 Anna Psatha 1
17 Irena Nürnberg
Trainerin: Rita Horst
Wertung: 4,5 Sterne
  Was für ein unerhaltsames Spiel für die Fans - der HCL konzentrierte sich voll auf die Offensive und begeisterte die Zuschauer in der ARENA - Weiter so!

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Spielbericht
Hat das Spaß gemacht ... Der HC Leipzig schlug in seinem vorletzten Heimspiel den VfL Oldenburg überraschend deutlich mit 44:29 (24:15) und bot den 1.940 Zuschauern in der ARENA Leipzig einen rundum unterhaltsamen Handball-Abend! Man merkte den Mädels die Spielfreude richtig an und das sich vor allem auf die Offensive und Tempo-Handball konzentriert wurde. Dabei kassierte man zwar 29 Gegentore, aber bei einer solchen Gala-Vorstellung in der Offensive, ist das schnell vergessen. Außerdem gelang seit knapp zwei Jahren kein HCL-Sieg mehr in der Bundesliga mit mehr als 40 geworfenen Toren! Hoffentlich wird der positive Trend unter Interims-Trainer Jochen Holz auch nächste Woche in Leverkusen fortgesetzt, dann besitzt der HCL vielleicht tatsächlich noch eine kleine Chance auf die Meisterschaft bzw. dann sollte zumindest Platz zwei gesichert sein.

Der Gastgeber musste auf die angeschlagne Marcela Vlckova verzichten, Oldenburg sogar auf ihren Cheftrainer Kalafut. Dafür übernahm Co-Trainerin Rita Horst heute die "Chefrolle"! Der HCL begann die Partie mit Henrike Milde, Gerd-Elin Albert, Grit Jurack, Ingrida Radzeviciute, Else-Marthe Soerlie-Lybekk, Milica Danilovic und Nina Wörz vor den knapp 2.000 Fans in der ARENA! Und legten gleich los wie die Feuerwehr ... Kreisläuferin Else-Marthe Soerlie-Lybekk erzielte nach 24 Sekunden die 1:0 Führung für den Gastgeber - Nina Wörz und noch einmal die norwegische Kreisläuferin erhöhten innerhalb von 60 Sekunden auf 3:0. Erst danach konnten die Gäste aus dem Norden durch Marion Erfmann das erste Mal jubeln. In den Anfangsminuten entwickelte sich ein Spiel mit hohem Tempo und tollen Offensivaktionen, die etwas über die schwachen Torhüterleistungen in der Phase hinweg täuschten. So führten die Leipzigerinnen bereits nach fünf Minuten mit 6:3 (Grit Jurack) und führte nach einem verwandelten Siebenmeter von Kapitän Jurack in der 7. Minute mit vier Toren (8:5). Doch Oldenburg gab sich noch nicht geschlagen und blieb vor allem durch die ehemalige Leipzigerin Jana Oborilova im Spiel und so verkürzten die Gäste in der 10. Minute auf 9:8. Doch nach dem Treffer von Marion Erfmann zum 10:9 (11.) zog der HCL das Tempo wieder etwas an und erzielte vier Tore in Folge (Soerlie-Lybekk, Ingrida Radzeviciute und 2 x Milica Danilovic). Mit dem 14:9 (15.) war schon eine kleine Vorentscheidung gefallen - aber weiter ging es mit dem munteren Tore werfen. In der 19. Minute sahen die begeisterten Zuschauer bereits das 40. Tor in der Partie (18:12/Ingrida Radzeviciute). In der 21. Minute gelang Gerd-Elin Albert die erste 8-Tore-Führung (20:12) und kurz vor der Pause führte man sogar mit zehn Treffern (24:24/Albert). Grigoria Gkolia blieb es allerdings überlassen, per Siebenmeter den deutlichen 24:15 Pausenstand herzustellen.

Natürlich war die Partie längst entschieden, nun galt es "nur" noch etwas fürs Torverhältnis zu tun und vor allem jede Menge Spielfreude zu zeigen und die treuen HCL-Fans mal wieder richtig zu unterhalten. Und das gelang glänzend! Zunächst schöpften die Gäste aus Niedersachsen durch zwei Treffer von Gkolia (24:17/34.) zwar etwas Hoffnung, doch dann erhöhte der Gastgeber wieder etwas die Schlagzahl. So fügten sich auch Katharina Heinz und Doreen Geheb (die Anfang der zweiten Halbzeit ins Spiel kamen) prima ein und Kreisläuferin Geheb sorgte dann auch für das 29:20 (39.). Grit Jurack und Nikola Pietzsch erhöhten dann sogar auf 32:20 (43.). Und weiter ging's ... Oldenburg konnte zwar kurzzeitig etwas verkürzen, aber die Führung wuchs um Tor und Tor. Der starken Kreisläuferin Doreen Geheb blieb der 40. HCL-Treffer an diesem Abend überlassen (40:25/55.) und die Fans feierten die klasse Leistung mit Standing Ovations. So begeisterten in den Schlussminuten vor allem noch einmal Doreen Geheb, Else-Marthe Soerlie-Lybekk und Anne Ulbricht. Den 44:29 Endstand erzielten allerdings die Gäste durch Nationalspielerin Heike Schmidt ... Aber das ging im Jubel der Fans und Spielerinnen in der ARENA Leipzig unter!

Fazit: Ein tolles Handballspiel! Das hatte richtig Spaß gemacht ... Die HCL-Mädels begeisterten mit gnadenlosen Offensiv-Handball und tollen Treffern. Natürlich litt die Abwehr etwas darunter, aber bei 44 geworfenen Toren verzeiht dies wohl jeder der 1.940 Fans an diesem Samstag Abend. Besonders den beiden Kreisläuferinnen Doreen Geheb und Else-Marthe Soerlie-Lybekk (beide 8 Treffer!) gelangen spektakuläre Szenen bzw. Tore. Erfolgreichste HCL-Werferin war allerdings Kapitän Grit Jurack (9/3) - auch Rückraum-Ass Milica Danilovic (5/2) überzeugte wieder, wie die gesamte Mannschaft. So trugen sich auch alle eingesetzte Feldspielerinnen (nur Marcela Vlckova fehlte verletzt) in die Torschützenliste ein - das sagt schon einiges. Mädels, macht einfach weiter so ... Wenn man diese Leistung auch in Leverkusen wiederholen kann, dürfte der "Auswärtsfluch" endlich durchbrochen werden.

(von Ronny John)
 
Interviews
Jochen Holz (HCL-Trainer) "Kompliment und Dank an die Mannschaft, die ein furioses Handball-Spiel gezeigt hat. Ich denke nicht, dass wir in den letzten zwei Jahren mal über 40 Tore geworfen haben. Das war die Steigerung der Effektivität im Angriff, die wir uns erhofft hatten. 29 Gegentore sind naürlich zu viel, aber daran werden wir arbeiten. Aber mit der Lust und der Laune welche die Mannschaft gezeigt hat, werden die Zuschauer 29 Gegentreffer verzeihen, wenn wir selbst 40 werfen ..."
Rita Horst (VfL-Trainerin) "Glückwunsch an den HCL für den Sieg, der heute auch in der Höhe verdient war. Sie haben eine ganze starke Leistung gezeigt und man sah der Mannschaft einfach die Spielfreude an. Wir haben heute viele Fehler gemacht und diese wurden erbarmungslos bestraft. Wir konnten an die letzten guten Leistungen einfach nicht anknüpfen...

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